Über den Kampf zum Sieg – mit vereinten Kräften

von Bettina Poppe

FT Adler Kiel : PTSV1 1:3 (25:16, 17:25, 27:29, 23:25 ) Spielzeit: 1 Stunde 40 Minuten

So richtig gut fing der Spieltag nicht an: mitten in der Aufwärmphase stellte sich heraus, dass niemand einen Sekt dabei hatte!! Welch katastrophale Vorstellung, auf einen eventuellen, nein stark anvisierten Sieg nicht anstoßen zu können! Doch Rettung war schnell in Sicht, und zwar in Form von Georg: dieser machte sich flugs auf den Weg nach Hause, um seine Vorräte zu plündern – puh, das war knapp!

Nach diesem ersten Schrecken begann das Spiel, zu dem sich Trainer Siggi Hansen später so äußerte: „Zum Glück können dem Trainer keine grauen Haare mehr wachsen... - denn der erste Satz begann, wie die letzten endeten. Zu verhalten waren die Aktionen der Spielerinnen, kein konsequentes Annahme- und Abwehrverhalten und zu zögerlich im Angriff und Block. Folgerichtig verloren die Preetzerinnen auch den ersten Satz schnell mit 25:16 gegen den Mitaufsteiger aus Kiel. Allerdings ließ komischerweise auf Seiten der Gastgeberinnen die Konzentration nun stark nach und im zweiten Satz entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, mit langen Ballwechseln. Beim Stande von 18:17 für die Schusterstädterinnen kam die bestens aufgelegte Zuspielerin Mona Klaunig an die Aufgabe und vollendete den Satz mit einer Aufschlagserie zum 25:17.

Aufgerüttelt durch diesen leichtfertigen Satzverlust agierten die Kielerinnen wieder aggressiver, führten auch schnell mit mehreren Punkten, so auch einmal mit 16:10. Allerdings konnte eine kleine Aufschlagserie von Karo Chouati die Mannschaft wieder auf einen Punkt heranbringen. Doch blieb Kiel weiter in Führung und die Preetzerinnen zeigten wahre Nervenstärke, denn sie wehrten 3 Satzbälle ab, bevor sie ihren zweiten Satzball zum 29:27 servierten.

Die Kielerinnen gaben sich noch nicht geschlagen und erspielten sich im vierten Satz einen 18:10 Vorsprung, der zum Glück durch sehr gute Aufschläge von Yvi Back und Wenke Mickley und einer sehr guten geschlossenen Mannschaftsleistung egalisiert wurde; gleich der erste Satzball zum 25:23 für die Preetzerinnen wurde verwertet.

Dank einer stimmgewaltigen Bank und glücklichen Einwechslungen, welche sich nahtlos einfügten und sofort punkteten, konnte dieser erste so wichtige Sieg erspielt werden. So konnte Sina Haberland weitere VL-Luft schnuppern, hat sie bis dato nur in der Jugendklasse gespielt, und überzeugte mit einem unbekümmerten Spiel. Garant für den Sieg war aber wieder einmal mehr das sichere Stellungsspiel von Spielführerin Karo Chouati in Annahme und Abwehr, die die Mannschaft zum Sieg führte.“ Fazit für den Trainer aus der Begegnung: mit intensivem Training muss für die kommende Begegnung gegen Wik versucht werden, an die alte Aufschlagstärke heran zu kommen und sich im Blockverhalten noch deutlich zu verbessern.

Nach diesem gemeinsamen Kraftakt auf und neben dem Feld war der Jubel groß, und neben unserem „Sekt schmeckt“ tönte auch ein lautes „Hoch“ auf Retter Georg durch die Elmschenhagener Halle. Platz fünf in der aktuellen Tabelle der neuen Liga schließlich war das I-Tüpfelchen am Sonnabend!

Spielerinnen: Yvi Back, Karo Chouati, Rike Fröhlich, Sina Haberland, Janina Hörmann, Birga Klaunig, Mona Klaunig, Wenke Mickley, Bettina Poppe, Susanne Schmieden, Patricia Sprunk-Hansen, Anne Turnbull

P.S. schon am vergangenen Wochenende war Georg Retter in der Not: ganz kurzfristig sprang er als Fahrer für die weibliche Jugend ein und verbrachte seinen freien Sonntag in Lübeck in der Sporthalle...

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