Zu wenig aufeinander eingespielt – zwei knappe Landesliga-Niederlagen zum Saisonauftakt

trotz der leckeren, süßen kleinen Marzipanschweinchen, die Norbert vor Spielbeginn als Glücksbringer verteilte

von Bettina Poppe

Preetzer TSV – VC Neumünster 0:3 (18:25, 23:25, 22:25)
Preetzer TSV – TSB Flensburg 2:3 (15:25, 21:25, 25:23, 25:17, 7:15)

Mangels Saisonvorbereitungsturnier müssen die neu formierten Preetzerinnen die ersten zwei bis drei Spieltage zum Einspielen nutzen. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass gegen die stark einzuschätzenden Neumünsteranerinnen Nervosität, Übereifer und viele Missverständnisse in Annahme und Abwehr zu unnötigen Ballverlusten und damit Punktgeschenken im Eröffnungsspiel führten. 18:25, 23:25 und 22:25 verlor Preetz trotz mehrerer spannender Aufholaktionen. Beinahe hätte es im zweiten Satz zum Sieg gereicht trotz eines Rückstandes von 19:24 – der entscheidende Punkt zum Ausgleich wurde durch eine Fehlentscheidung einer Linienrichterin vereitelt. Im dritten Satz arbeitete sich Preetz nach zwei „verbratenen“ Auszeiten von 3:12 auf 13:14 heran, um dann wieder auf 17:24 zurückzufallen – da reichte auch ein weiterer Endspurt mit tollen Angaben von Birga Klaunig „nur“ zum 22:25.

Das zweite Spiel gegen TSB Flensburg konnte knapper gestaltet werden, obwohl auch hier erst ein 0:2-Rückstand aufgeholt werden musste. Gleich im ersten Satz wurde Preetz von zwei Angabenserien überfahren. Direkte Annahmefehler und ungenaues Annahmespiel führten zu einer 15:5 Führung für die Fördestädterinnen. Erst danach fand das junge Preetzer Team zu seinem Rhythmus und konnte noch zehn weitere Punkte erspielen (15:25). Der zweite Satz war bis zum Stand von 15:15 offen; danach verhalfen aber wiederum fünf Annahmeschwächen in Folge den Flensburgerinnen zum Sieg (25:21).

Im dritten und vierten Satz dominierten die Preetzerinnen jeweils von Beginn an. Die Absprachen und das gegenseitige Vertrauen in Annahme und Abwehr brachten die notwendige Stabilität, sodass die Angreiferinnen von Patricia Sprunk-Hansen gut in Szene gesetzt werden konnten (und wurden!). Vor allem Karo Saß überzeugte im Spiel gegen Flensburg mit viel Variabilität ihrer Angriffsschläge, ob longline/diagonal oder auch durch den Block geschlagen; auch in der Abwehr gab sie keinen Ball verloren (die Stammtischrunde kürte sie zur „Spielerin des Tages“). Verdient gewann Preetz diese beiden Sätze (25:23, 25:17).

Der Tiebreak begann wie der erste Satz mit einer Folge von sechs schlechten Annahmen (2:7). Dieser Rückstand war nicht wieder aufzuholen (7:15). Deutlich war zu erkennen, dass die Preetzerinnen noch lernen müssen, die Konzentration über die gesamte Spielzeit aufzubringen.

Dennoch war der erste Spieltag in gewisser Weise auch ein Erfolg. Die neuen Spielerinnen Marike Fröhlich, Sintje Höppner und Janina Hörmann haben sich gut in das Mannschaftsgefüge eingepasst, müssen sich zum Teil nur noch auf das schnellere Spiel in der Landesliga einstellen. Im Verlauf des Spieltags wurden sie aber immer mutiger und auch erfolgreicher, übernahmen Initiative und zeigten Biss. Der nächste Spieltag kann von mir aus kommen – wir rollen (wieder einmal) die Liga von hinten auf!

Spielerinnen: Marike Fröhlich, Sintje Höppner, Janina Hörmann, Birga Klaunig, Mona Klaunig, Bettina Poppe, Karolin Saß, Patricia Sprunk-Hansen

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